IAA-Splitter
Die Angst vorm Siebenmeter
Ratarumms. Ungebremst knallt der Geländewagen die Treppenstufen hinunter. Das Beben, das bei Bodenkontakt durch den Opel Antara geht, löst beim Beifahrer ein kurzes Stelldichein von Galle und oberer Speiseröhre aus. Doch der Mann am Lenkrad legt schon den Gang um, steuert den zwei Tonnen schweren Wagen in Richtung einer überdimensionierten Wippe – oh, oh.
Wer sich als Beifahrer für den Offroad-Parcours der IAA anmeldet, sollte sich auf Grenzerfahrungen einstellen. Denn ob im Chevrolet, Hyundai, Opel oder Volkswagen – die Strecke auf dem 5000 Quadratmeter großen Gelände ist anspruchsvoll. Für Fahrzeugtechnik und menschlichen Körper gleichermaßen. So dürfen auch nur Profi-Fahrer ans Steuer. Denn während sich die Wagen auf der Buckelpiste noch wie Schiffe in schwerem Seegang wiegen, geht’s gleich eine 30-Grad-Steigung auf einen 3,4 Meter hohen Hügel hinauf. Und hinab. Da schiebt sich dann der graue Straßenteer bildfüllend vor die Windschutzscheibe. Und provoziert den Gedanken: Gleich gibt’s was auf die Fahrzeugschnauze.
Königsdisziplin ist aber ein sieben Meter hoher Berg – aufwärts im 42-Grad-Winkel. Ein herkömmlicher SUV schafft das nicht, da muss schon ein Geländewagen mit Untersetzungsgertiebe ran. inga
