Café Cord
Münchner Nächte
Von Inga C. Thomas
Wenn man nicht damit rechnet, geschehen die schönen Dinge im Leben: der Kuss nach dem Streit, die Sonne nach zwei Monaten Aprilwetter, die Wiedereröffnung des Café Cord. Vor vier Jahren von den Betreibern des Cord Clubs eröffnet, avancierte es schnell zu einem der Münchner Lieblingsläden. Doch 2008 war alles vorbei: Das Gebäude wurde kernsaniert. Jetzt sind die Handwerker fort, und das Café Cord feiert Auferstehung: größer, schöner, ideenreicher als zuvor. Sagt zumindest AleksVulic, einer der drei Geschäftsführer. Im 50er-Jahre-Stil gehalten, ist die Bar mittig ins Zentrum gerückt, dahinter bieten Zweiernischen Rückzugsraum. Gäste im ersten Stock haben alles im Blick – dank der riesigen Fenster auch die Sonnenterasse im Hof. Dort kann bis spät gefeiert wer den; es gibt keine Anwohner.
Neu ist die separate Espressobar. Hier kümmert sich Ex-Starsky’s-Chef Matt Devereux um die Cocktails – allerdings nur zwölf an der Zahl. Dafür perfekt abgestimmt mit frischen Zutaten, versichert Vulic. Wen das nicht überzeugt, den können vielleicht die Postkarten zu Münchner Surfern locken, die das Café von nun an herausgibt. Zum Sammeln, wie Panini-Bilder. Wenn das kein Grund zum Wiederkommen ist.
Café Cord, Sonnenstraße 19, Montag bis Samstag, ab 11 Uhr