Isargold

Münchner Nächte

 

Von Inga C. Thomas

 

Die Eröffnung war ein Fernsehspektakel, das Ende kam so schnell, dass noch nicht mal die Reservierungen storniert wurden: Im März meldete die „Grinsekatze“, das Siegerlokal der Vox-Sendung „Mein Restaurant“, Insolvenz an. Jetzt wird wieder gekocht in Haidhausen: Unter dem Namen „Isargold“ hat Martin Baudrexel, der auch im „Rubico“ am Herd steht, sein zweites Restaurant eröffnet.

„Unser Motto lautete Reduktion und Rückbau“, sagt Baudrexel über die Neugestaltung der Räume, die er nun mit Michael Faltenbacher („Milchbar“) und Dino Lamby („Rechts der Isar“) bewirtet. Zu Zeiten der „Grinsekatze“ sei alles „sehr bunt“ gewesen, „so eine kleine Märchenwelt“. Jetzt wirkt das Restaurant fast nackt in seiner Klarheit, die von Akzenten in Gold, Eichenholz und rostbraunem Cortenstahl gebrochen wird.

Auch für die Speisekarte gilt das Stichwort „Rückbesinnung“ – wobei die deutsche Küche ihre Auferstehung hier schon mal in Form von Bratwurst und Münchner Tellerfleisch feiert. „In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit geht der Trend zur Einfachheit“, ist sich Baudrexel sicher. „Man soll doch gerne mal Kalbsrouladen genießen können ohne zu denken, das ist langweilig.“

Isargold, Ismaninger Str. 48, Mo – Fr: 11.30 -15 Uhr und ab 18.30 Uhr, Sa ab18.30Uhr